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Zum 20. Mal: Rumänienhilfe Stauden mit 30 Tonnen
Hilfsgütern auf dem Weg nach Iasi – Mit drei
Sattelzügen unterwegs über die Karpaten – 19 ehrenamtliche Helfer sind
dabei – Von Schulkindern verabschiedet
Stauden/Langenneufnach (wkl).
Seit 20 Jahren pflegen die Stauden mit der rumänischen Universitätsstadt
Iasi an der Grenze zu Moldawien eine ganz besondere Patenschaft: Seit
1990 hat sich jedes Jahr ein Hilfskonvoi mit Gütern des täglichen
Bedarfes auf den langen Weg über die Karpaten gemacht, um
hilfsbedürftigen Menschen im „Armenhaus Europas“ eine Freude zu machen
und ihnen einen Teil ihrer Sorgen abzunehmen. Mit „großem Bahnhof“ und
im Beisein vieler Ehrengäste wurde jetzt der 20. Hilfskonvoi der
Rumänienhilfe Stauden in Langenneufnach verabschiedet. Mit drei bis
unters Dach voll beladenen Sattelzügen machten sich 19 ehrenamtliche
Helferinnen und Helfer unter der Leitung von Martin Böck und Peter
Greiner auf die beschwerliche, gut 1800 Kilometer lange Fahrt auf den
Balkan. „Arrivederci und Bye, bye! Auf Wiederseh’n, kommt alle gut
zurück!“ Aus vollen Kehlen verabschiedeten die Buben und Mädchen der
Langenneufnacher Volksschule den Hilfskonvoi. Bereits zum 16. Mal in
Folge stellte sich heuer die Schule in den Dienst der guten Sache.
Konrektorin Elisabeth Kick übergab an Cheforganisator Martin Böck einen
Zuschuss für die Reisekasse, der bei diversen Schulaktionen für die
Rumänienhilfe zusammen gekommen ist. Mit 1000 Euro unterstützt die
Spedition Dachser den Hilfskonvoi. Denn neben Sachspenden sind für jeden
Hilfstransport auch Geldspenden (für Diesel, Zollgebühren und vieles
mehr) nötig. Drei Sattelzüge, vollgestopft mit gut 30 Tonnen
Hilfsgütern, und zwei Begleitfahrzeuge nahmen mit ihrer insgesamt
19-köpfigen Besatzung Kurs Richtung Rumänien. 40 Stunden einfache
Fahrtzeit wurden für den Trip über die Karpaten einkalkuliert – wenn
alles nach Plan läuft. Mit an Bord der Lastzüge sind Artikel des
täglichen Bedarfs, die in den armen Landstrichen des ehemaligen
sozialistischen Ostblocklandes noch immer Mangelware sind: Bekleidung,
Schuhe, Bettwäsche, Spielzeug und Medikamente, aber auch Fahrräder
Kinderwägen und Krankenhausbedarf. Erstes Ziel ist traditionell die
Universitätsstadt Iasi im rumänisch-moldawischen Grenzgebiet, wo ein
Kinderheim, ein Krankenhaus und die Frauenvereinigung beliefert werden.
Weitere Ziele sind im Laufe der Jahre dazu gekommen: die Helfer aus den
Stauden steuern ein Waisenhaus bei Vatra Dornea, das Kloster Moldovita
und ein Behindertenheim in Pastravenie an. Das größte „Päckchen“ ist für
die Pfarrei Hetiur in Siebenbürgen an Bord: 240 Quadratmeter Holzboden
und 120 Quadratmeter Fliesen für die örtliche Grundschule.
Zur Verabschiedung des Hilfstransportes waren neben den
Stauden-Bürgermeistern Josef Böck (Langenneufnach), Peter Ziegelmeier
(Fischach) und Hans Biechele (Mickhausen) auch Landrat Martin Sailer und
Europaabgeordneter Markus Ferber gekommen. Pater Aurelian Ziaja erbat
für den Hilfskonvoi und seine Besatzung den Segen Gottes für eine
unfallfreie Fahrt und eine gesunde Rückkehr. Am kommenden Freitag, 7.
Mai werden Martin Böck und seine Mitstreiter wieder in den Stauden
zurück erwartet.
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Bei
ihnen laufen seit Jahren die organisatorischen Fäden der Hilfstransporte
zusammen:
Martin Böck und Peter Greiner (von links),
die Vorsitzenden
der Rumänienhilfe Stauden,
opfern für die gute Sache viele Stunden ihrer
Freizeit.
Bericht und
Fotos: Walter Kleber
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